

Prävention und Aufklärung in Modellprojekten verbessern
In den Jahren 2004 - 2009 erhielt die Beratungsstelle Frauennotruf Frankfurt vom Hessischen Sozialministerium Mittel für innovative Modellvorhaben zur Verbesserung der medizinischen Befundsicherung und Versorgung. Sie arbeitet in diesem Rahmen interdisziplinär mit der Polizei, dem Sonderdezernat bei der Staatsanwaltschaft, der Rechtsmedizin, Rechtsanwältinnen, Fachärztinnen und Fachärzten zusammen.
„Dokumentationsbogen bei häuslicher Gewalt – körperlicher Misshandlung“
Seit 2004 hat der Frauennotruf Frankfurt die Implementierung und Überarbeitung eines Dokumentationsbogens bei häuslicher Gewalt – körperlicher Misshandlung mit vorangetrieben, der für die ärztliche Praxis entwickelt wurde (siehe Ärztliche Dokumentation).
Medizinische Befundsicherung: Dokumentationsbogen bei sexualisierter Gewalt / Vergewaltigung
Neue Forschungsergebnisse weisen auf erhebliche Defizite in der medizinischen Versorgung von vergewaltigen Frauen hin. Das Modellvorhaben: „Entwicklung und Implementierung eines ärztlichen Dokumentationsbogens bei sexualisierter Gewalt/ Vergewaltigung“ soll hier Abhilfe schaffen. Gemeinsam mit einem interdisziplinären Expertengremium bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Ärzteschaft, der Rechtsmedizin, der Justiz sowie der Polizei, haben wir in 2007 im Auftrag des Hessischen Sozialministeriums einen Dokumentationsbogen als Checkliste für Ärztinnen und Ärzte erarbeitet, welcher einerseits eine kompetente Versorgung erleichtern und andererseits eine verwertbare Beweismittelsicherung ermöglichen soll. In 2008 wird der Bogen in hessischen Kliniken angewendet (siehe Ärztliche Dokumentation).
Präventionsarbeit bei geschlechtsspezifischen Bedrohungen von Mädchen und Frauen, durch den Einsatz von digitalen Medien (Handy, Internet)
In unserer Beratungsstelle berichten Mädchen und Frauen zunehmend über neue Formen von Bedrohungen. Ihnen wird mit der Weitergabe/ Veröffentlichung von intimen, ggf. digital manipulierten Aufnahmen (via Handy, Internet) gedroht, um sie gefügig zu machen.
Im Rahmen von Modellprojekten, die durch das Frauenreferat der Stadt Frankfurt am Main von 2007 – 2009 gefördert wurden, konnten u.a. die BeratungslehrerInnen an Frankfurter Schulen fortgebildet und ein umfangreicher Informationsflyer für Jugendliche erstellt werden.
Siehe auch: Digitale Gewalt.