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Frauennotruf im öffentlichen Nahverkehr

In auffälligem Magenta werben Seitenscheibenplakate in den U-Bahnen der Verkehrsbetriebe Frankfurt für die Notrufnummer der Beratungsstelle Frauennotruf Frankfurt. Seit mehr als 25 Jahren sind wir fester Bestandteil im öffentlichen Bild der Stadt Frankfurt.

Plakataktion zur Akutversorgung nach Vergewaltigung

Die hier gezeigten Plakate richten sich nicht unmittelbar an Betroffene, sondern zunächst an das Umfeld.

Auf den Plakaten werben wir dafür, nach einer Vergewaltigung auch in ein Krankenhaus zu gehen und richten uns damit an die Frankfurter Öffentlichkeit, um zu vermitteln, dass in Frankfurt eine Versorgungsstruktur für Betroffene vorhanden ist.

Die Worte Vergewaltigung und Krankenhaus sollen sich einprägen bei Frauen und Männern, die dann im Bedarfsfall als Multiptliatorinnen und Multiplikatoren für FreundInnen und ArbeitskollegInnen, Bekannte und NachbarInnen fungieren können.

Fotos: Oana Szekely

Gefördert wird der Aushang von Großflächenplakaten vom Jugend- und Sozialamt und dem Frauenreferat der Stadt Frankfurt am Main.

Dialog: Plakat-Kampagne

Unsere 2006 mit Unterstützung der Werbeagentur Young & Rubicam und der Stadt Frankfurt initiierte Plakatkampagne sorgte für große Aufmerksamkeit und enormes Feedback seitens der Bürgerinnen und Bürger der Stadt.

„Das ist die erste Plakatkampagne zum Thema, die das Problem erfasst und so konzipiert ist, dass betroffene Frauen sich angesprochen fühlen.“

„Ich finde Ihre Kampagne mehr als gelungen, weil sie eine vermeintlich heile Welt zeigt und die dargestellten Frauen auch in jeder anderen Produktwerbung zu sehen sein könnten. Zusammen mit den Aussagen kann man den psychologischen Druck und die verschobene Realität förmlich spüren.“

Die Motive verdeutlichen, dass Vergewaltigung, sexuelle Belästigung, Körperverletzung und Einschüchterung keine Randgruppenphänomene, sondern alltägliche Erfahrungen vieler Frauen sind. (Ein Klick auf das Plakatmotiv vergrößert die Ansicht.)